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Nationalpark Kornati

Wie ungeschliffene Edelsteine, die eine überdimensionale Hand vor Norddalmatien ins Meer hat fallen lassen, wirken die Kornaten. Die größte und dichteste Inselgruppe der kroatischen Adria macht rund 12 Prozent der hiesigen Inseln aus. 89 davon zählen zusammen mit einzelnen Riffen und Felsbrocken zum 1980 gegründeten Nationalpark Kornaten. Trotz strenger Besuchervorschriften ist das Archipel, das das ganze Jahr hindurch zugänglich ist, von außerordentlicher Anziehungskraft für Besucher aus Nah und Fern. Nicht nur aufgrund der labyrinthartigen Struktur der einzigartigen Inselwelt - die außergewöhnliche Schönheit der Kornaten wird vor allem unter Wasser sichtbar. Kein Wunder, dass jedes Jahr tausende Segler und Taucher die Inselgruppe mit nur wenig bewohnten Inseln und zahlreichen versteckten, nur vom Wasser aus zugänglichen Buchten zum Ferienziel erwählen.

Der einst dicht bewaldete und heute überwiegend von Karstgestein geprägte Nationalpark Kornaten ist ausnahmslos autofrei und kann nur per Boot erkundet werden. Einerseits ist es möglich, die zahlreichen Inseln und Inselchen mit dem eigenen Boot zu erkunden - dann wird eine Zutrittsgebühr in Abhängigkeit von der Bootsgröße (min. 300 Kuna, max. 6.400 Kuna pro Tag) fällig. Der Eintritt muss spätestens bei der Einfahrt in den Nationalpark entrichtet werden, besser noch im Vorfeld, beispielsweise bei der Nationalparkverwaltung in Murter auf der gleichnamigen Insel. Andererseits gibt es zahlreiche Touranbieter, die Ein- oder Mehrtagestouren im Gebiet des Nationalparks mit unterschiedlichsten Booten anbieten. Die meisten Touren starten in Murter, Zadar, Primosten und Biograd, einige aber auch in Urlaubsorten wie Sibenik, Vodice und Split. Ein Tagestrip beginnt in der Regel gegen 9 Uhr morgens endet gegen 18:00 Uhr und schlägt je nach Anbieter und Abfahrtsort mit etwa 200-300 Kuna zu Buche. Extrakosten können für Spezialtouren anfallen, etwa für organisierte Tauchtouren.

 

Natur und Kultur im Nationalpark Kornati

"Am letzten Tag der Schöpfung wollte der Herr sein Werk krönen - also schuf er die Kornaten aus Sternen, Tränen und göttlichem Atem." Ob die zauberhafte Inselwelt heutige Besucher ebenso nachhaltig beeindruckt wie einst George Bernhard Shaw, kann nur vermutet werden. Sicher ist aber: Vom Wasser aus entfaltet das Insel-Labyrinth seinen ganz eigenen und besonderen Charme. Hinter jeder Landspitze, jedem Kliff, jeder Bucht wartet ein neues Eiland, eine neue kleine Welt auf Entdeckung. Die zahlreichen Kies- und Sandbuchten laden zum Entspannen, Träumen und Genießen ein, an insgesamt 16 Punkten im Park kann über Nacht geankert werden. Spätestens wenn der nächtliche Himmel vom Licht der Sterne und der Milchstraße erleuchtet wird und nichts zu hören ist als das träge Platschen der Wellen an der Außenwand des Schiffes, spätestens dann ist jedem Besucher klar: Hier ist ein Paradies auf Erden, ein natürlicher, unberührter Schatz, scheinbar fernab der Zivilisation, der vor allem mit seinem ungehobelten Charme und Natürlichkeit beeindruckt. Ob steile Klippen - von den Einheimischen Kronen genannt - oder versteckte Höhlen, ob Mini-Seen, karstige Wanderwege oder Überreste der ersten illyrischen Siedler - fast jede Insel hat ihre eigene Geschichte zu erzählen und lädt dazu ein, die auf den ersten Blick spärliche Inselwelt zu Fuß oder Rad zu erkunden. Deutlich artenreicher geht es unter Wasser zu: Selbst wer nicht tauchen kann, ist fasziniert von den Unterwasserpflanzen und -tieren, die hier schon seit Jahrzehnten ungestört gedeihen. Auf Taucher warten hier allein 185 Fischarten und 61 Korallenspezies, die in bunten Farben und vielfältigen Formen das klare Wasser beleben. Selbst mit Schnorchel und Tauchmaske lassen sich zahlreiche submarine Tierarten entdecken - mit ein wenig Glück ist es sogar möglich, mit Schildkröten und Delfinen zu schwimmen.

 

Freizeitaktivitäten im Nationalpark Kornati

Aufgrund ihrer einzigartigen Lage und Struktur ist der Nationalpark Kornaten vor allem bei Nautikern und Tauchern beliebt. Zu beachten sind jedoch strenge Vorschriften, deren Missachtung schnell teuer und unangenehm werden kann. So sind Tauchgänge auf eigene Faust im gesamten Park aus Naturschutzgründen streng untersagt. Taucher sind verpflichtet, mit einem Guide eines lizensierten Tauchcenters zu tauchen - und können selbst dann nur in neun ausgewiesenen Tauchzonen die arten- und farbenreiche Unterwasserwelt der Kornaten erkunden. Seglern bietet sich im Nationalpark mehr Freiheit - allerdings dürfen sie nur an ausgewiesenen Plätzen ankern, einige Inseln sind auch für sie tabu. Die Vorschriften im Park mögen strikt erscheinen, sichern jedoch schon seit Jahrzehnten das Überleben unzähliger seltener Tier- und Pflanzenarten, die sich mit ein wenig Glück bei Wanderungen, z.B. auf der Hauptinsel Kornat, entdecken lassen. Übrigens: Im Frühjahr und Herbst ist die Zeit der Vogelzüge. Dann sind die zum Teil menschenleeren, abgelegenen Inseln und Inselchen ein willkommener Zwischenstopp für Zugvögel aus ganz Europa - und für Vogelkundler, die ihr Glück angesichts der Vielzahl und Vielfalt der Tiere kaum fassen können. Wer die Vogelschwärme im Morgengrauen oder im letzten Tageslicht beobachten will, kann entweder auf dem eigenen Boot übernachten oder mietet sich in den wenigen Gästeunterkünften auf der Insel Kornat ein.

Lage

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