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Nationalpark Paklenica

Im südlichen Teil des Velebit, zwischen den höchsten Bergen des gewaltigen Massivs und dem Tosen der Adriawellen, liegt die Zauberwelt von Paklenica. Hier, wo sich Wasser und der Zahn der Zeit ganz tief ins karstige Gestein gefressen haben, fallen spektakuläre Felswände über hunderte von Metern steil ab, bieten schmale Täler, Hochtäler und tiefe, dichte Schwarzkiefernwälder Zuflucht vor den Gefahren der Moderne und dem Stress des Alltags. Zwei mächtige Schluchten, die auch gut vom Meer aus zu sehen sind, bilden das Herzstück des 1949 gegründeten Nationalparks, der seit 1978 als Teil des Velebit unter dem Schutz der UNESCO steht. Die bekannte Velika Paklenica ist vom Haupteingang Starigrad aus bequem zu Fuß erreichbar - sogar von Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Wer den Eingang mit unterschiedlichen Parkplätzen und die Paklenica Mühle hinter sich lässt, erreicht nach rund 2 Kilometern die Schlucht, die an ihrer schmalsten Stelle lediglich 50 Meter breit ist. Senkrecht erheben sich hier die Felswände in luftige Höhen - einige sind mehr als 700 Meter hoch. Von hier aus führt der Hauptweg weiter zu geomorphologischen Besonderheiten wie der Manita pec Höhle, der einzigen offiziell zugänglichen Karsthöhle des Nationalparks mit zauberhaften Stalagmiten, Stalaktiten, Tropfsteinsäulen und zahlreichen seltenen Tierarten. Etwas weniger bekannt (und daher auch weniger frequentiert) ist die zweite Schlucht Mala Paklenica, die am besten vom Nebeneingang in Seline aus zugänglich ist. Zwischen beiden Schluchten laden tiefe Wälder und versteckte Höhlen, Karstgebiete und hohe Gipfel zum Entdecken und Staunen ein. Zu erreichen ist der Park von Zagreb aus und den dalmatinischen Städten Split, Sibenik und Zadar über die Autobahn Zagreb-Split, aus der Kvarner Bucht über die kurvige Küstenstraße oder die Autobahn in Richtung Dalmatien. Zugänglich ist der Park grundsätzlich das ganze Jahr über. Der Parkeintritt ist mit 50 Kuna pro Tag für einen Erwachsenen in der Hauptsaison vergleichsweise günstig. Noch günstiger sind Eintrittskarten für Kletterer für 3 oder 5 Tage oder die Jahreskarte, die mit 500 Kuna zu Buche schlägt. Rabatte gelten im Übrigen nicht nur für Kinder, sondern auch für Studenten bis 25 Jahre. Nicht im Eintrittspreis enthalten sind Führungen, die ab 400 Kuna zu haben sind, und der Eintritt zur Höhle Manitas pec, die 10 Kuna Aufpreis kostet (Stand 2014).

 

Natur und Kultur im Nationalpark Paklenica

Obwohl der Nationalpark zu allen Jahreszeiten seinen ganz eigenen Zauber entfaltet, gelten die Sommermonate zwischen Juni und September als Hauptsaison. Kein Wunder, lassen sich hier doch Wassersport am nahe gelegenen Strand und Aktivurlaub in den Bergen ideal verbinden. Scheue und seltene Tierarten wie Braunbär und Luchs, Schlangenadler und Gänsegeier werden sich in dieser Zeit naturgemäß selten zeigen und auch die giftigen Hornvipern und Kreuzottern nehmen angesichts einer Horde Touristen mit schweren Bergschuhen schnell Reißaus. Trotzdem lohnt es sich, Fernglas und Kamera ins Reisegepäck zu stecken: Der Park ist Heimat von mehr als 200 Vogelarten, zahlreichen Insekten und Höhlenbewohnern wie Fledermäusen und wirbellosen Höhlentieren, die eine Entdeckung wert sind. Mit der natürlichen Vielfalt und wilden Schönheit der Region konkurrieren von Menschenhand geschaffene Bauten wie die Paklenica Mühle, 10 verlassene Dörfer in traditionellem Baustil und die Sklopina - Häuser, die halb in eine Höhle gebaut wurden, um Wind und Wetter besser trotzen zu können. Über die Besonderheiten des Parks informiert neben Informationstafeln an den Wegen vor allem das Bildungszentrum am Haupteingang. In und um den Nationalpark Paklenica wurden eine ganze Reihe Winnetoufilme gedreht. Die Drehorte sind heute noch auf ausgeschilderten Pfaden zu bestaunen. Im nahe gelegenen Starigrad lässt ein Winnetou-Museum Kindheitserinnerungen wach werden.

 

Freizeitaktivitäten im Nationalpark Paklenica

Die wahre Schönheit des Nationalparks, seine ikonischen Felsen wie der Anica Kuk, seine beinahe unzugänglichen Höhenzüge und wild-romantischen Landschaften lassen sich am besten auf einer Wanderung erkunden. Über 200 km markierte Lehrpfade und Wanderwege lassen die Qual der Wahl. Am beliebtesten ist der Lehrpfad Velika Paklenica, der von der gleichnamigen Schlucht bis zur Berghütte führt, die Wanderer gern mit Erfrischungen versorgt. Besonders empfehlenswert ist auch der Lehrpfad Paklaric, der bis zu den Überresten der gleichnamigen Festung führt - und von dort einen grandiosen Ausblick über den Park bietet. Aber nicht nur Wanderer kommen hier auf unterschiedlich schwierigen Touren zwischen 2 und 6 Stunden auf ihre Kosten - der Park ist auch über Kroatiens Grenzen hinweg als Kletterparadies bekannt. Rund 400 Routen der Schwierigkeitsstufen 3 bis 8b+ laden Kletterer aus aller Welt dazu ein, die oftmals senkrechten Felswände zu bezwingen - übrigens auch gern im Rahmen von Kletterevents in der Hochsaison. Während kurze Sportstrecken vor allem in Klanci zu finden sind, bietet u.a. der Anica Kuk bis zu 350 Meter lange Routen unterschiedlichster Schwierigkeitsstufen. Übrigens: Im Juli und August sowie an verlängerten Wochenenden rund um Feiertage ist ein Wachdienst für die Sicherheit der Kletterer zuständig. Übernachten können sämtliche Besucher entweder in den Berg- und Schutzhütten oder auf dem Campingplatz neben dem Park-Verwaltungsgebäude. Achtung: Wild zelten ist aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt!

Lage

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