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Istrien

Istrien liegt zwischen der Kvarner Bucht vor Rijeka und dem Golf von Triest und ist mit einer Fläche von rund 3.500 Quadratkilometern die größte Halbinsel an der nördlichen Adria. Ihr Name geht auf die Histrier zurück, die in der Antike in dieser Region siedelten.

Bei den rund 260.000 Einwohnern, die man als Istrianer oder Istrier bezeichnet, handelt es sich mehrheitlich um Slowenen und Kroaten, im Westen existiert eine italienische Minderheit. Die meisten Menschen leben im Küstengebiet, das Landesinnere ist hingegen nur dünn besiedelt. Die größte Stadt auf der Halbinsel ist Pula, die kleinste Siedlung, zugleich die kleinste der Welt, ist Hum - der Ort mit um die 30 Einwohner gilt mit seinem mittelalterlichen Kern als Touristenattraktion. Die Bevölkerung spricht Slowenisch/Italienisch, Kroatisch/Italienisch oder nur Italienisch.


Die Geschichte Istriens

Erste menschliche Spuren lassen sich in Istrien bis in die Altsteinzeit vor etwa einer Million Jahre zurückverfolgen. Als viele Jahrtausende später Römer auf die Halbinsel kamen, erstmalig im Jahr 221 v. Chr. fanden sie die Histrier, ein Stamm der Illyrer, vor, die als verwegene Seeräuber das Gebiet beherrschten. Trotz heftiger Gegenwehr eroberten die Römer 178 v. Chr. die Halbinsel. Sie gründeten befestigte Siedlungen, kreisförmige Oppida, aus denen später zahlreiche Orte wie etwa Labin, oder Motovun entstanden sind. Aus der Zeit um 80 n. Chr. wurde entlang der istrischen Küste unter Kaiser Vespasian die Via Flavia, die eine Verbindung zu Triest darstellte, erbaut. Vielerorts ist die Führung der Römerstraße bis heute gleich geblieben und trägt streckenweise noch ihren antiken Namen.

568 n.Chr. kamen die Langobarden nach Istrien, danach fielen die Slawen (Slowenen und Kroaten) ein. 789 unterwarf Karlmann, der Sohn von Karl dem Großen, die Halbinsel dem Fränkischen Reich, und 1040 wurde sie von Heinrich III. in eine Markgrafschaft des Römischen Reiches umgewandelt. Im 14. Jahrhundert kam Istrien unter

Istrien liegt zwischen der Kvarner Bucht vor Rijeka und dem Golf von Triest und ist mit einer Fläche von rund 3.500 Quadratkilometern die größte Halbinsel an der nördlichen Adria. Ihr Name geht auf die Histrier zurück, die in der Antike in dieser Region siedelten.

Bei den rund 260.000 Einwohnern, die man als Istrianer oder Istrier bezeichnet, handelt es sich mehrheitlich um Slowenen und Kroaten, im Westen existiert eine italienische Minderheit. Die meisten Menschen leben im Küstengebiet, das Landesinnere ist hingegen nur dünn besiedelt. Die größte Stadt auf der Halbinsel ist Pula, die kleinste Siedlung, zugleich die kleinste der Welt, ist Hum - der Ort mit um die 30 Einwohner gilt mit seinem mittelalterlichen Kern als Touristenattraktion. Die Bevölkerung spricht Slowenisch/Italienisch, Kroatisch/Italienisch oder nur Italienisch.


Die Geschichte Istriens

Erste menschliche Spuren lassen sich in Istrien bis in die Altsteinzeit vor etwa einer Million Jahre zurückverfolgen. Als viele Jahrtausende später Römer auf die Halbinsel kamen, erstmalig im Jahr 221 v. Chr. fanden sie die Histrier, ein Stamm der Illyrer, vor, die als verwegene Seeräuber das Gebiet beherrschten. Trotz heftiger Gegenwehr eroberten die Römer 178 v. Chr. die Halbinsel. Sie gründeten befestigte Siedlungen, kreisförmige Oppida, aus denen später zahlreiche Orte wie etwa Labin, oder Motovun entstanden sind. Aus der Zeit um 80 n. Chr. wurde entlang der istrischen Küste unter Kaiser Vespasian die Via Flavia, die eine Verbindung zu Triest darstellte, erbaut. Vielerorts ist die Führung der Römerstraße bis heute gleich geblieben und trägt streckenweise noch ihren antiken Namen.

568 n.Chr. kamen die Langobarden nach Istrien, danach fielen die Slawen (Slowenen und Kroaten) ein. 789 unterwarf Karlmann, der Sohn von Karl dem Großen, die Halbinsel dem Fränkischen Reich, und 1040 wurde sie von Heinrich III. in eine Markgrafschaft des Römischen Reiches umgewandelt. Im 14. Jahrhundert kam Istrien unter venezianische Herrschaft - ein Zustand, der vier Jahrhunderte lang andauerte. Aus dieser Zeit stammt auch der für die Küstenorte typische venezianische Flair, der sich vor allem in den kleinen Gassen der historischen Stadtzentren offenbart. Venezianisch-Istrien umfasste damals unter anderem Pula, Porec, Rovinj und Umag.

Ende des 18. Jahrhunderts besetzte Österreich die Halbinsel, musste sie aber 1805 an Frankreich abtreten, die sie daraufhin dem Königreich Italien überließen. Später eroberten die Österreicher das Land zurück, und so war Istrien 1815 wieder ein Teil der österreichischen Monarchie. Bei der Volkszählung von 1910 hatte die Halbinsel 386.463 Einwohner, davon waren 43% Kroaten, 38% Italiener, 14% Serben und 4% Personen anderer Abstammung. Nach dem Ersten Weltkrieg kam Istrien im Jahr 1919 wieder zu Italien, nach dem Zweiten Weltkrieg ging im Zuge der Gründung des zweiten Jugoslawien ein Hauptteil an Kroatien, der Nordwesten fiel wenig später den Slowenen zu. Nach dem Zerfall Jugoslawiens 1991 und der Unabhängigkeit von Kroatien und Slowenien wird bis heute über den exakten Grenzverlauf der beiden Teilregionen auf Istrien gestritten.


Istrien heute - kroatisch, italienisch, slowenisch

Der kroatische Teil (mit 2.813 Quadratkilometer 89% der Landesfläche), der aufgrund der herrlichen Landschaft mit den wunderschönen Stränden sowie den charmanten Orten entlang der Küsten auch die meisten Urlauber anlockt, unterliegt der Gespanschaft Istrien mit Hauptverwaltungssitz in Pazin. Der kulturelle und wirtschaftliche Mittelpunkt des Gebiets ist mit ca. 57.000 Einwohnern allerdings die Stadt Pula im Süden der Halbinsel. Vor Istrien liegen außerdem im Westen die Brijuni Inseln mit der Dobrika-Bucht und dem byzantinischen Castrum, und im Osten befindet sich die Insel Cres.

Das Zentrum an der slowenischen Küste ist mit etwa 25.000 Einwohnern die Seehafenstadt Koper, die sich rund 20 Kilometer südlich von Triest befindet. Das Landesinnere wird von Touristen kaum als Urlaubsdestination wahrgenommen. In beiden Staaten findet der Schulunterricht zweisprachig statt: Kroatisch/Italienisch und Slowenisch/Italienisch, ebenso sind die meisten Orts- und Straßenbezeichnungen in beiden Sprachen angegeben (zum Beispiel Pula/Pola oder Koper/Capodistria).


Landschaft und Naturschönheiten Istriens

Geologisch gesehen besteht die Halbinsel Istrien zum größten Teil aus Kalkgestein, auch viele Bauwerke aus der Römerzeit, beispielsweise das Amphitheater in Pula, bestehen aus diesem Material. Hinsichtlich der verschiedenen Böden ist das Land unterteilt in eine weiße, graue und rote Region, die zugleich die drei Höhen- bzw. Landschaftszonen der Halbinsel darstellen. 

Die weiße Farbe kennzeichnet den am weitesten oben gelegenen Teil Istriens im Osten, der aus hellem Kalksteinfels besteht. Hier ragt auch die höchste Erhebung des Landes empor, der 1401 Meter hohe Berg Vojak im Ucka-Gebirge. Der mittlere, graue Teil weist viele Lehmböden auf, die hügelige Landschaft ist sehr trocken und zerklüftet, daher nur dünn besiedelt. Von diesem Gebiet bis zur westlichen Küstenzone erstreckt sich die rote Region, ein tief liegendes Plateau mit Terra Rossa-Böden. Die Küste der Halbinsel ist stark gegliedert, es gibt einige Meeresarme, beispielsweise der Limski-Kanal an der Westküste, die weit bis ins Landesinnere reichen und fjordähnlichen Charakter aufweisen.


Die touristische Istriens - Badespaß, Sehenswürdigkeiten und jede Menge Spaß im Urlaub

Wirtschaftlich von Bedeutung ist in den Küstenstädten vor allem der Fremdenverkehr, der in diesem Gebiet eine lange Tradition hat, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Besonders beliebt bei Urlaubern ist die Hafenstadt Pula, die zugleich das Zentrum des kroatischen Istriens darstellt. Dort erwarten den Besucher neben diversen Möglichkeiten zum Tanzen in hippen Nachtklubs und dem Bummeln durch die malerischen Gassen zahlreiche Sehenswürdigkeiten aus der Römerzeit: ein großes Amphitheater, das Wahrzeichen der Stadt, in dem für die Touristen Gladiatorenkämpfe veranstaltet und im Sommer viele Konzerte stattfinden, der Triumphbogen, der Augustustempel und das Forum.

Doch natürlich kommen die Urlauber in erster Linie zum Baden nach Istrien. An der slowenischen Küste, die 46 Kilometer lang ist, werden Reisen vor allem nach Koper, Piran, Izola und Portoro gebucht. Bekannte Orte im kroatischen Teil Istriens sind an der insgesamt 537 Kilometer langen Küste:

Umag und Savudrija mit dessen Leuchtturm und dem Kuriosum, die Fischerboote auf Holzgerüsten aufzuhängen,
Novigrad mit der mittelalterlichen Pfarrkirche des Hl. Pelagius mit Kirchturm,
Porec mit der berühmten Euphrasius Basilika aus spätantiker bzw. frühbyzantinischer Zeit, einem UNESCO Weltkulturerbe, und der Grotte Baredine sowie 
Rovinj, die schönste Stadt Istriens, deren historisches Zentrum überthront wird von der dreischiffigen barocken Kirche der Hl. Euphemia.

Medulin liegt an der Südspitze der Halbinsel und verfügt über den wunderschönen Sandstrand Bijeca sowie den Naturpark Kap Kamenjak mit seiner einzigartigen Fauna und Flora. Darüber hinaus befindet sich dort die vorgelagerte kleine Halbinsel Vizula, die vor allem aufgrund der auf ihr befindlichen antiken Ausgrabungsstätte bekannt ist, die zu den bedeutendsten ganz Kroatiens zählt. Besonders sehenswert ist die römische Villa, die vermutlich Konstantin dem Großen gehörte.
An der östlichen Küste des kroatischen Teils Istriens liegt Rabac, ein Ort mit schönen und leicht zugänglichen Stein- und Kiesstränden.

Jeder einzelne dieser Badeorte hat seinen speziellen Reiz und ist hervorragend geeignet für Kultururlaub, Urlaub mit Hund, Familienurlaub oder romantischen Urlaub zu zweit. Es gibt überall im Land außerdem zahlreiche Angebote für Menschen, die sich in den Ferien sportlich betätigen möchten.

Der Besucher findet auf der Halbinsel Istrien neben tollen Fels-, Kies- und einigen Sandstränden, schönen Unterkünften und zahlreichen interessanten Sehenswürdigkeiten zusätzlich ein vielfältiges gastronomisches Angebot sowie diverse Möglichkeiten zum Bummeln, Shoppen und das Nachtleben genießen und kann darüber hinaus Bootsausflüge in die Umgebung unternehmen. Kinder kommen unter anderem im Aquapark oder Kletterwald nahe Porec auf ihre Kosten, aber auch beispielsweise auf einer der Brijuni Inseln, einst Sommerresidenz Titos, auf der sich ein Safaripark mit exotischen Tieren und Pflanzen befindet. Dort sind am Strand auch versteinerte Dinosaurier-Fußabdrücke zu sehen. Auf der Kvarner-Insel Cres, im Osten Istriens kann man frei lebende Gänsegeier beobachten.

Ein interessanter Tagesauflug ist auch die Fahrt nach Nesactium - eine antike Stadt zehn Kilometer östlich von Pula mit zahlreichen römischen Überresten aus istrischem Kalkstein, heute ein archäologischer Park, der auf einem Hügel beim Ort Viazace liegt.


Das hügelige Landesinnere Istriens - kleine Bergdörfer, Trüffel und eine Landschaft zum Verlieben

Das malerische Landesinnere Istriens Im mittleren und nördlichen Teil Istriens befinden sich einige bei Urlaubern sehr beliebte, meist auf markanten Anhöhen gelegene Ortschaften, die der Landschaft einen ganz besonderen Reiz verleihen. Die schönsten Orte im Landesinneren sind Motovun, mit seiner herrlichen mittelalterlichen Altstadt und dem dort jährlich stattfindenden Filmfestival, Kanfanar, Svetvincenat, Buzet und Buje. In Kanfanar gibt es die verlassene Ruinenstadt Dvigrad zu besichtigen.

Die Bevölkerung in dieser Region lebt seit Jahrzehnten vom Tourismus, von der Landwirtschaft und arbeitet in den ansässigen Industriebetrieben. Darüber hinaus gibt es den Weinbau, den man in dieser Gegend intensiv betreibt - gekeltert werden sowohl der helle rote Teran, sowie der gelb-grünliche und leicht bitter schmeckende Malvazija. Um Motovun findet man außerdem hervorragende Trüffel, die in Kennerkreisen zu den schmackhaftesten der Welt zählen. Eine weitere Pilzspezialität dieser Region Istriens ist der Kaiserling.

Zwei weitere wichtige Urlaubsorte sind Labin oberhalb von Rabac an der Ostküste und Beram im Zentrum des Landes. Beram ist vor allem wegen der gotischen Fresken im Altarraum der Martinskirche bekannt, die aus der Zeit um 1430 stammen, aber auch wegen des grandiosen Totentanzzyklus im Marienkirchlein.

Im Landesinneren gibt es noch weitere bemerkenswerte Baudenkmäler, häufig handelt es sich dabei um unscheinbare kleine Kirchen, die durch interessante Entstehungsgeschichten oder innenarchitektonische Besonderheiten beeindrucken. In den Feldern sind vereinzelt sehr alte Kazuns zu finden, es handelt sich dabei um Schutzhütten aus Stein, die in früheren Zeiten von Hirten und Bauern errichtet wurden.


Istriens Klima und Anreise

Die Halbinsel Istrien begeistert ihre Besucher neben den zahlreichen Möglichkeiten zur Erholung auch  mit einem sehr milden Klima: es gibt jährlich im Schnitt 2.380 Sonnenstunden - im Sommer wird es nicht zu heiß, der Winter ist mild. Der kälteste Monat ist mit ca. 6 Grad der Februar, der wärmste Monat ist mit Temperaturen um die 24 Grad der Juli. Der Jahresdurchschnitt liegt bei 14 Grad. 

Verkehrstechnisch ist die Halbinsel Istrien gut erschlossen. Die wichtigsten Straßen sind die A8 und die A9, zwei Autobahnen, die das Istrische Ypsilon bilden. Die A9 verbindet die Hafenstadt Pula im Süden mit der slowenischen Grenze. Die Abzweigung von der A9 zur A8, die nach Osten führt, liegt bei der Stadt Kanfanar. Neben den beiden Autobahnen existieren eine nahe der Küste verlaufende Hauptstraße sowie ein im Land mehrfach verzweigtes Netz von kleineren Straßen.

Die wichtigste Verbindung auf den Schienen, die Istrianer Staatsbahn aus dem Jahr 1876, führt von Pula Richtung Norden durch die gesamte Halbinsel bis zum Anschluss an das Eisenbahnnetz Sloweniens.

Bei den Städten Pula und Rijeka in Kroatien sowie bei Portoroz in Slowenien liegen internationale Flughäfen. Billigfluggesellschaften starten und landen vor allem in Rijeka, das Rollfeld in Pula kann auch von Jumbo Jets, beispielsweise der Boeing 747, angeflogen werden.

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