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Geschichte Kroatiens

Die moderne Republik Kroatien blickt auf eine sehr lange und auch spannungsreiche Geschichte zurück. Bedingt durch ihre militärisch interessante Küstenlage, aber auch die grenznahe Lage zu ehemaligen Großmächten befand sich Kroatien immer wieder im Fokus derselben. Die wahre Unabhängigkeit Kroatiens erfolgte erst mit der Unabhängigkeitserklärung am 25. Juni 1991, die den Kroatienkrieg zur Folge hatte. Seit dem 1. Juli 2013 ist Kroatien Mitgliedsstaat der Europäischen Union.

Die Frühgeschichte Kroatiens

Die Frühgeschichte Kroatiens

Kroatien ist bereits seit der Altsteinzeit besiedelt. Eine international bekannte archäologische Fundstätte befindet sich in der Nähe der Stadt Krapina. Hier wurden im Jahre 1895 die Überreste von mehr als 20 Neandertalern aus der Zeit vor ca. 130.000 Jahren entdeckt - eine wissenschaftliche Sensation. Seit 2010 beherbergt das etwa 45 Kilometer von Zagreb entfernte Krapina ein Neandertaler-Museum. Weitere Funde von Neandertaler-Überresten wurden u. a. in der Vindija-Höhle getätigt. Sehr viel später - etwa ab dem vierten bis sechsten vorchristlichen Jahrhundert - besiedelten griechische Illyrer und Kelten die kroatische Adriaküste. Zahlreiche griechische Siedlungen entstanden, die regen Handel mit anderen Mittelmeerländern betrieben. Bedeutsame griechische Gründungen sind u. a. Pharos (heute Stari Grad auf der Insel Hvar) und Issa (das heutige Vis auf der gleichnamigen Insel). 168 vor Christus erfolgte schließlich die Unterwerfung durch das hungrige Römische Reich. Sehr bald wurde Illyrien und damit auch Kroatien römische Provinz. Mit Diokletian schaffte es sogar ein dalmatinischer Illyrer auf den römischen Kaiserthron. Heute noch sind in Kroatien zahlreiche archäologische Spuren aus der römischen Zeit zu entdecken. Neben den bekannten archäologischen Fundstätten überall im Land - an dieser Stelle sei vor allem die Halbinsel Vizula bei Medulin mit den Überresten einer römischen villa rustica stellvertretend genannt - beeindrucken die römischen Prachtbauten in Split und Pula auch heute noch ihre Betrachter. Der Diokletianspalast in Split zählt zu den bedeutendsten römischen Bauwerken in Kroatien, das Amphitheater in Pula ist mit einer Platzkapazität von bis zu 26.000 Zuschauern die sechstgrößte bekannte Arena.

Kroatien ist bereits seit der Altsteinzeit besiedelt. Eine international bekannte archäologische Fundstätte befindet sich in der Nähe der Stadt Krapina. Hier wurden im Jahre 1895 die Überreste von mehr als 20 Neandertalern aus der Zeit vor ca. 130.000 Jahren entdeckt - eine wissenschaftliche Sensation. Seit 2010 beherbergt das etwa 45 Kilometer von Zagreb entfernte Krapina ein Neandertaler-Museum. Weitere Funde von Neandertaler-Überresten wurden u. a. in der Vindija-Höhle getätigt. Sehr viel später - etwa ab dem vierten bis sechsten vorchristlichen Jahrhundert - besiedelten griechische Illyrer und Kelten die kroatische Adriaküste. Zahlreiche griechische Siedlungen entstanden, die regen Handel mit anderen Mittelmeerländern betrieben. Bedeutsame griechische Gründungen sind u. a. Pharos (heute Stari Grad auf der Insel Hvar) und Issa (das heutige Vis auf der gleichnamigen Insel). 168 vor Christus erfolgte schließlich die Unterwerfung durch das hungrige Römische Reich. Sehr bald wurde Illyrien und damit auch Kroatien römische Provinz. Mit Diokletian schaffte es sogar ein dalmatinischer Illyrer auf den römischen Kaiserthron. Heute noch sind in Kroatien zahlreiche archäologische Spuren aus der römischen Zeit zu entdecken. Neben den bekannten archäologischen Fundstätten überall im Land - an dieser Stelle sei vor allem die Halbinsel Vizula bei Medulin mit den Überresten einer römischen villa rustica stellvertretend genannt - beeindrucken die römischen Prachtbauten in Split und Pula auch heute noch ihre Betrachter. Der Diokletianspalast in Split zählt zu den bedeutendsten römischen Bauwerken in Kroatien, das Amphitheater in Pula ist mit einer Platzkapazität von bis zu 26.000 Zuschauern die sechstgrößte bekannte Arena.

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Die slawische Besiedlung

Die slawische Besiedlung

Das römische Imperium war jedoch dem Untergang geweiht. Nach zahlreichen Machtwechseln und blutigen Bürgerkriegen erfolgte im Jahre 395 n. Chr. die Teilung in weströmisches und byzantinisches Reich, wobei Kroatien zunächst Westrom, Dalmatien und Istrien nach dessen Untergang jedoch Byzanz zugeschlagen wurden. Im Zuge der Völkerwanderung ließen sich zahlreiche Völker auf dem kroatischen Gebiet nieder, ab 489 zählte Kroatien zum Reich der Ostgoten. Dem Ostgotenreich war jedoch ebenfalls keine lange Lebensdauer beschienen, es zerfiel im Jahre 553. Anschließend war Kroatien bis 1270 Teil des byzantinischen Kaiserreichs. Erst ab dem 7. nachchristlichen Jahrhundert siedelten sich slawische Stämme aus Galizien in den Provinzen Dalmatien und Pannonien an. Die Herkunft der Selbstbezeichnung "Kroaten" ist jedoch nicht zweifelsfrei geklärt. Die meisten Wissenschaftler vermuten keine urslawische, sondern eine iranische Etymologie, die auf den Skythen zurückgehen soll und lediglich von den neu angesiedelten Slawen übernommen wurde. Ebenfalls im 7. Jahrhundert erfolgte die Christianisierung der kroatischen Bevölkerung, die heute noch mehrheitlich katholischen Glaubens ist. Ab 806 gehören Pannonien und Dalmatien zeitweise zum fränkischen Reich unter Karl dem Großen, wobei ab etwa dem 8. Jahrhundert die ersten kroatischen Fürstentümer belegt sind. 

Das kroatische Königreich und die Union mit Ungarn

Das kroatische Königreich und die Union mit Ungarn

Zu Beginn des 9. Jahrhunderts bestanden noch zwei Fürstentümer auf kroatischem Gebiet, das "weiße" Kroatien unter Fürst Borna an der Küste und das pannonische Nordkroatien unter der Herrschaft des Fürsten Ljudevit. Schließlich scheint Fürst Branimir die Fürstentümer in einem kroatischen Königreich vereint zu haben. Darauf deutet der von Papst Johannes VIII. im Jahre 879 verliehene Titel eines "regnum croatorum" hin. Unter der Herrschaft von Branimir wurden die Kroaten sowohl von Byzanz und als auch von den Franken unabhängig. Als erster König Kroatiens gilt jedoch Tomislav, der 924 an die Macht kam. Sein kroatisches Königreich bestand zunächst aus Zentralkroatien, Slawonien und Teilen Dalmatiens und Bosniens, später kamen durch ein Bündnis mit Byzanz noch die Adriainseln sowie die Städte Split, Trogir und Zadar hinzu. Tomislav verteidigte sein Königreich erfolgreich gegen immer neue Stürme durch die Ungarn. Im Jahre 1000 schließlich fiel Kroatien, durch einen unvermögenden König geschwächt, den Anstürmen durch die Großmächte Venedig und Ungarn auseinander. Zadar, Trogir und Split wurden fortan durch Venedig verwaltet und die Ungarn stellten, da der kroatische Herrscher zwar mit einer Ungarin verheiratet war, aber kinderlos starb, Erbansprüche an das Gebiet. Die "pacta conventa" besiegelte die Personalunion mit Ungarn, legte aber zugleich fest, dass das kroatische Königreich von der Drau bis zur Adria als Ganzes anerkannt wurde. Kroatien wurde durch einen kroatischen Vertreter des ungarischen Königs, den Ban, verwaltet. Die Union mit Ungarn bestand bis ins Jahr 1526 und schließlich, mit einigen Unterbrechungen, in anderer Form noch bis 1918. Kroatien galt während der Türkenkriege im 16., 17. und frühen 18. Jahrhundert als "Bollwerk des Christentums" gegen die Ausbreitung des Osmanischen Reiches. Dabei war das Land jahrhundertelang immer wieder den Angriffen der muslimischen Herrscher ausgesetzt. Teile des kroatischen Gebiets gehörten bis ins 18. Jahrhundert hinein

Zu Beginn des 9. Jahrhunderts bestanden noch zwei Fürstentümer auf kroatischem Gebiet, das "weiße" Kroatien unter Fürst Borna an der Küste und das pannonische Nordkroatien unter der Herrschaft des Fürsten Ljudevit. Schließlich scheint Fürst Branimir die Fürstentümer in einem kroatischen Königreich vereint zu haben. Darauf deutet der von Papst Johannes VIII. im Jahre 879 verliehene Titel eines "regnum croatorum" hin. Unter der Herrschaft von Branimir wurden die Kroaten sowohl von Byzanz und als auch von den Franken unabhängig. Als erster König Kroatiens gilt jedoch Tomislav, der 924 an die Macht kam. Sein kroatisches Königreich bestand zunächst aus Zentralkroatien, Slawonien und Teilen Dalmatiens und Bosniens, später kamen durch ein Bündnis mit Byzanz noch die Adriainseln sowie die Städte Split, Trogir und Zadar hinzu. Tomislav verteidigte sein Königreich erfolgreich gegen immer neue Stürme durch die Ungarn. Im Jahre 1000 schließlich fiel Kroatien, durch einen unvermögenden König geschwächt, den Anstürmen durch die Großmächte Venedig und Ungarn auseinander. Zadar, Trogir und Split wurden fortan durch Venedig verwaltet und die Ungarn stellten, da der kroatische Herrscher zwar mit einer Ungarin verheiratet war, aber kinderlos starb, Erbansprüche an das Gebiet. Die "pacta conventa" besiegelte die Personalunion mit Ungarn, legte aber zugleich fest, dass das kroatische Königreich von der Drau bis zur Adria als Ganzes anerkannt wurde. Kroatien wurde durch einen kroatischen Vertreter des ungarischen Königs, den Ban, verwaltet. Die Union mit Ungarn bestand bis ins Jahr 1526 und schließlich, mit einigen Unterbrechungen, in anderer Form noch bis 1918. Kroatien galt während der Türkenkriege im 16., 17. und frühen 18. Jahrhundert als "Bollwerk des Christentums" gegen die Ausbreitung des Osmanischen Reiches. Dabei war das Land jahrhundertelang immer wieder den Angriffen der muslimischen Herrscher ausgesetzt. Teile des kroatischen Gebiets gehörten bis ins 18. Jahrhundert hinein zum osmanischen Territorium, andere wiederum zu Venedig. Das übriggebliebene Kroatien wiederum befand sich ob der Union mit Ungarn ab 1527 zum österreichisch-ungarischen Herrscherhaus der Habsburger zugehörig.

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Kroatien von 1918 bis 1991

Kroatien von 1918 bis 1991

Gegen Ende des Ersten Weltkrieges erließen Vertreter der Regierungen von Serbien, Slowenien und Kroatien am 20. Juli 1917 die Deklaration von Korfu mit dem Ziel, aus diesen drei Staaten einen gemeinsamen zu schaffen. Die Proklamation des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen erfolgt schließlich, nach langen Kämpfen, am 1. Dezember 1918 durch den serbischen Thronfolger. Dem gemeinsamen Staat war allerdings kein Erfolg beschieden, da die einzelnen Parteien sich nicht einigen konnten. Vor allem die Kroatische Bauernpartei lehnte die beschlossene monarchische Staatsform ab und verlangte die Ausrufung einer Republik. Zudem beriefen sich die Vertreter auf das von dem amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson proklamierte Selbstbestimmungsrecht der Völker. Die kroatische Bauernpartei verzeichnete einen großen Zulauf seitens der kroatischen Bevölkerung, vor allem, da durch die Aufhebung der historischen Provinzen de facto die Regierungsmacht in den Händen der Serben lag. Das erste jugoslawische Königreich zerfiel am 6. April 1941, als während des Zweiten Weltkrieges die Deutschen einfielen und der jugoslawische König ins englische Exil fliehen musste. Die faschistische Ustascha-Bewegung unter der Führung von Ante Pavelic kollaborierte mit den Deutschen und rief schon am 10. April 1941 den Unabhängigen Staat Kroatien aus. Dieser Staat wurde sowohl politisch wie auch militärisch von Deutschland gestützt, vor allem gegen die jugoslawischen Partisanen unter Josip Broz Tito, einem Kroaten. Die Partisanen genossen in der Bevölkerung eine breite Unterstützung. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte die Sozialistische Republik Kroatien als Teilrepublik zur neu gegründeten Föderativen Volksrepublik Jugoslawien. Erster Ministerpräsident der nun sozialistischen Volksrepublik Jugoslawien wurde am 29. November 1945 der Partisanenführer Tito. Anders als in den anderen sozialistischen Ostblockstaaten erfolgte der Bruch Titos mit Stalin bereits 1948 - und in den 1960er

Gegen Ende des Ersten Weltkrieges erließen Vertreter der Regierungen von Serbien, Slowenien und Kroatien am 20. Juli 1917 die Deklaration von Korfu mit dem Ziel, aus diesen drei Staaten einen gemeinsamen zu schaffen. Die Proklamation des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen erfolgt schließlich, nach langen Kämpfen, am 1. Dezember 1918 durch den serbischen Thronfolger. Dem gemeinsamen Staat war allerdings kein Erfolg beschieden, da die einzelnen Parteien sich nicht einigen konnten. Vor allem die Kroatische Bauernpartei lehnte die beschlossene monarchische Staatsform ab und verlangte die Ausrufung einer Republik. Zudem beriefen sich die Vertreter auf das von dem amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson proklamierte Selbstbestimmungsrecht der Völker. Die kroatische Bauernpartei verzeichnete einen großen Zulauf seitens der kroatischen Bevölkerung, vor allem, da durch die Aufhebung der historischen Provinzen de facto die Regierungsmacht in den Händen der Serben lag. Das erste jugoslawische Königreich zerfiel am 6. April 1941, als während des Zweiten Weltkrieges die Deutschen einfielen und der jugoslawische König ins englische Exil fliehen musste. Die faschistische Ustascha-Bewegung unter der Führung von Ante Pavelic kollaborierte mit den Deutschen und rief schon am 10. April 1941 den Unabhängigen Staat Kroatien aus. Dieser Staat wurde sowohl politisch wie auch militärisch von Deutschland gestützt, vor allem gegen die jugoslawischen Partisanen unter Josip Broz Tito, einem Kroaten. Die Partisanen genossen in der Bevölkerung eine breite Unterstützung. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte die Sozialistische Republik Kroatien als Teilrepublik zur neu gegründeten Föderativen Volksrepublik Jugoslawien. Erster Ministerpräsident der nun sozialistischen Volksrepublik Jugoslawien wurde am 29. November 1945 der Partisanenführer Tito. Anders als in den anderen sozialistischen Ostblockstaaten erfolgte der Bruch Titos mit Stalin bereits 1948 - und in den 1960er Jahren wurden umfangreiche Reformen durchgeführt, die eine Öffnung des Landes gen Westen ermöglichten. Aus diesem Grund konnte sich bereits zu dieser Zeit an der Adriaküste der Tourismus als wichtigste Devisenquelle entfalten. In den 1980er Jahren durchlitt Jugoslawien eine tiefe wirtschaftliche und politische Krise, zugleich erstarkte das Nationalbewusstsein der Kroaten. Ab 1990, mit dem Ende der sozialistischen Ära, forderten vor allem die Slowenen und Kroaten einen Umbau Jugoslawiens.

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Der Kroatienkrieg und die Unabhängigkeit

Der Kroatienkrieg und die Unabhängigkeit

Am 25. Juni 1991 erfolgte schließlich die Unabhängigkeitserklärung seitens der kroatischen Regierung. In der Folge brach der Kroatienkrieg aus, bei dem sich die Jugoslawische Volksarmee, von dieser finanzierte Paramilitärs und die kroatischen Separatisten bis 1995 blutige Auseinandersetzungen lieferten. Die Bundesrepublik Deutschland anerkannte die Unabhängigkeit der beiden Länder Kroatien und Slowenien bereits am 23. Dezember 1991, die anderen Staaten folgten bis 1992. Die kroatische Armee konnte den militärischen und in Folge dessen auch den politischen Sieg für sich beanspruchen. Mittlerweile hat sich das Land von den Folgen des Krieges erholt, die Wirtschaft konnte sich - auch dank des florierenden Tourismus - stabilisieren. Seit dem 1. Juli 2013 gehört Kroatien der Europäischen Union an.

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