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Roter und Blauer See, Imotski

Roter und Blauer See, Imotski

Mit Fahrtwind im Gesicht, Richtung Makarska und Dubrovnik, lohnt sich für ausländische Urlauber ein Abstecher ins Landesinnere Mitteldalmatiens. Nur wenige Kilometer landeinwärts der wunderschönen Magistrale an der Riviera von Omis und Makarska liegt das beschauliche Imotski - nahe der Grenze zu Bosnien-Herzegowina. Nicht einmal 5.000 Menschen haben sich in der Kleinstadt, umgeben von saftig grünen Weinhügeln, inmitten des Hinterlandes des Biokovo-Massivs niedergelassen. Als besonders aromatisch gilt vor allem der Weißwein Kujundzusa. Für Touristen ist der Ort in der Regel uninteressant, liegen doch nur 30 Kilometer entfernt so strahlende Urlaubsorte wie Brela oder Baska Voda direkt an der Adriaküste. Wären da nur nicht der Blaue und Rote See - faszinierende Naturschauspiele, die man kaum in Worte fassen kann.

Beide Seen sind sogenannte Einsturzdolinen die durch den Einsturz der darüber liegenden Karstschichten entstanden sind. Der Blaue See "Modro jezero" grenzt westlich direkt an den Ortskern von Imotski. Imposant sind die bis zu 900m aufragenden, den See einfassenden Steilkippen welche dramatisch nah an den mit roten Ziegeln bedeckten Häusern liegen. Der nierenförmige Karstsee der seinen Namen aufgrund des in intensiven Blautönen schimmernden Wasser trägt, gilt als schönster See Kroatiens. Sein Wasserstand schwankt mit den Jahreszeiten bzw. der Niederschlagsmenge teils erheblich, was auch an den waagerechten Markierungen an den umgebenden Felswänden gut erkennbar ist.  Wenn er im Sommer des Öfteren vollständig austrocknet, vergnügen sich die Einheimischen beim Fußballspielen auf dem Grund des Blauen Sees - eine Tradition, die sich zu sehen lohnt. Ein befestigter Weg, der sich in Serpentinen hinunter zum Wasser windendet und anlässlich des Besuchs Kaiser Franz Josephs angelegt wurde, ermöglicht einen bequemen Zugang.

Von einem Mineral in der Erde rot gefärbt stellen sich die fast senkrecht abfallenden Steilwände des fast kreisrunden, in direkter Nachbarschaft liegenden zweite See bei Imotski dar: dem Roten See. Das Wasser des "Crveno jezero" selbst ist zwar nicht rot wie sein Name vermuten lassen würde, sondern schimmert mal tiefblau mal smaragdgrün. Das farbliche Zusammenspiel ist bereits einen Ausflug wert. Der Rote See ist von der Kante der umgebenden Felswände bis zum Grund des Sees ca. 530 m tief, die Wassertiefe des Sees liegt bei ca. 280m wobei der See jahreszeitlichen Schwankungen von bis zu 50m unterliegt. Aufgrund des vergleichsweise geringen Durchmessers von 200 m und der imposanten Höhe der umstehenden Felsen von bis zu 250 m wirkt der Rote See wie ein tiefer Brunnen. Ein "Brunnen" der aufgrund seiner Tiefe von bis 285 als eines der tiefsten Binnengewässer in Europa gilt. Obwohl der Rote See zum Versuch verleitet einen Stein hineinzuwerfen und es dem Anschein nach kinderleicht ist, hat es bisher noch nie jemand geschafft. Versuchen Sie es doch einmal.

Die Seen sind übrigens äußerst praktisch zu erreichen: Während der Blaue See unübersehbar am nördlichen Stadtkern liegt, unterhalb der Burgruine Topana, erreicht man den Roten See über die Hauptstraße südlich des Blauen Sees nach etwa 1 km Richtung Westen. Die Naturschönheiten genießen Sie ganz kostenfrei.

Lage

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